LOVRA

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LOVRA – Sowohl als Produzentin, wie auch als talentierte DJane konnte LOVRA in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn überzeugen und begeistert ihre Fans unter anderem mit ihrem Remix von Robin Schulz „Oh Child“ oder auch dem von Jax Jones „Ring Ring (feat. Mabel & Rich The Kid)“. Seitdem ist die Wahl-Berlinerin ein vielgebuchter Act auf Festivals wie das Melt! Festival, Tomorrowland Festival, Helene Beach Festival, Nature One Festival oder auch bei der »15 Jahre BigCityBeats – Geburtstagsparty« am 05.04.2019 in Frankfurt. Als persönliches Highlight dürfte mit Sicherheit der Support auf David Guettas Welttournee sein – oder etwa nicht?

Hallo LOVRA, schön, dass du dir Zeit nimmst, dem DJ-Magazin ein paar Fragen zu beantworten. Stichwort: David Guetta-Tour – ist das bis dato das persönliche Highlight in deiner Musik-Karriere?
Auf jeden Fall ist das eines der größten Highlights in meiner Karriere. Generell ist für mich jede Show ein Highlight, aber das ich irgendwann David Guetta auf seiner Welt Tournee supporte, hat selbst meine Vorstellungskraft gesprengt!

Foto: Christian Hasselbusch

Hast du David Guetta während der Ushuaia Beach Club-Parties schon persönlich kennengelernt oder sagt man sich da nur „Hallo, wie geht’s“?
Ja, ich durfte ihn auch persönlich kennenlernen. Zum Beispiel bin ich einmal in seinem Privatjet mitgeflogen und da hatten wir Zeit uns zu unterhalten und besser kennenzulernen!

Das ist ja nicht dein erster Support, ich habe gerade noch gelesen, dass du schon mit Basement Jaxx zusammen gespielt hast. Einer meiner absoluten Favourites! Wie waren die Jungs? Und ja, dass ist jetzt eine höchst eigennützige Frage 😉
Die Jungs sind super cool. Ich mag ihren Sound auch mega gerne.

Welche Musiker/DJs inspirier(t)en dich weiterhin? Mich inspirieren sehr viele Künstler und Genre. Von jedem kann man sich Ideen entnehmen und kreativ treiben lassen.
Einflüsse aus den 80er/90er Jahren sind in deinen Tracks allgegenwärtig – bist du im Herzen ein „Kind dieser Zeit“? Definitiv! Nicht nur musikalisch, sondern auch modisch. Ich bin ein bunter Mensch!

Du musst spontan einen Song für deine Fans remixen – Kajagoogoo oder Billy Idol?
Billy Idol. Habe ich früher sehr viel gehört.

Foto: Christian Hasselbusch

Du kommst ursprünglich aus dem Design-Bereich (wie dein Schweizer Kollege EDX übrigens auch) – wie hoch ist der visuelle Aspekt deiner Arbeit heute noch in Hinblick auf die Musik, die du verformst und auch das ganze Drumherum?
Mir ist es sehr wichtig, dass ich mich mit meinem Design ausdrücken kann. Auch hier möchte ich zeigen, dass nicht alles schwarz oder weiß ist. Für mich ist Musik ein Lebensgefühl, meine absolute Leidenschaft, was ich beispielsweise auch gerne in meinen Artworks aufzeige.

Wann kam es zu dem Wechsel zur Musik, hattest du bereits Erfahrungen beim Auflegen/Mixen usw. gesammelt? Wie können wir uns deine Anfänge als DJ vorstellen?
Ich hatte damals, als ich mich schon total für die elektronische Szene interessiert habe einen Youtube Channel auf dem ich Newcomer gefeatured habe. Später habe ich dann in Berlin für den ehemaligen Club Magdalena Designs erstellt und als Bezahlung gab es CDJs und Mixer. So fing ich step by step an. Ein Bekannter von mir hatte damals einen kleinen RnB Club und ich fragte ihn, ob ich dort üben darf und so hatte meine ersten kleinen Gigs in Berlin. Da es ein RnB Club war, war nicht nur musikalisch sondern auch vom Publikum her eine Herausforderung, da ich es erst mal für meinen House begeistern musste. Meinen ersten richtigen Gig hatte ich 2015 in Mannheim im Club Zimmer. Ich war so sehr aufgeregt und hatte gleichzeitig riesen Glücksgefühle. Jedes Jahr feire ich dort auch meinen DJ Geburtstag.

(…) ab einem gewissen Punkt in einer Karriere ist ein gutes Team zu haben essentiell, da man zusammen immer mehr erreichen kann. Und ich bin mehr als dankbar, dass ich so tolle Menschen um mich herum habe, die an mich glauben und mit mir Ziele erreichen.“

Die Technik schreitet voran, der Zugang zur Musik wird dadurch immer leichter – und somit nimmt die Zahl der Discjockeys gefühlt auch stetig zu. Viele träumen von einer Karriere als Star-DJ. Was macht deiner Meinung nach den Unterschied, welche Faktoren sind entscheidend, dorthin zu kommen, um z.B. auf dem Tomorrowland zu spielen?
Die Qualität der Musik ist natürlich auch heute noch ein sehr großer Faktor, allerdings spielt auch die Persönlichkeit und das „Gesamtpaket“ eine wichtige Rolle. Wie du schon sagst, es gibt Unmengen an Djs und Produzenten, also muss man aus der Masse herausstechen und dabei spielen einfach viele Faktoren eine Rolle. Auch Glück gehört dazu, Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein zum Beispiel. Dass die richtigen Leute (Booking Agenturen oder Management) auf einen aufmerksam werden kann man nicht planen, aber ab einem gewissen Punkt in einer Karriere ist ein gutes Team zu haben essentiell, da man zusammen immer mehr erreichen kann. Und ich bin mehr als Dankbar, dass ich so tolle Menschen um mich herum habe, die an mich glauben und mit mir Ziele erreichen.

Foto: Christian Hasselbusch

Da gab es ja vor einigen Jahren diese schweizer DJane, namens »Nutters«, die quasi als »Hoax« startete, um den Beweis zu liefern, dass Zitat, „EDM die Rummelplatz-Version elektronischer Musik“ sei. Tatsächlich stieg sie innerhalb kürzester Zeit zum EDM-Star empor – ist das Publikum wirklich so leicht zufrieden zu stellen? Wie erklärt sich in dem Zusammenhang der enorme Erfolg, den die großen Festivals gegenwärtig verbuchen können?
Dazu muss ich erst Mal sagen, dass ich sie nicht kannte, bis diese Artikel darüber viral gingen. Aber um auf deine eigentliche Frage zurück zu kommen, in kurzer Zeit große Erfolge zu erlangen ist heutzutage einfach nur möglich „dank“ dem Internet. Theoretisch kann alles Mögliche in ein paar Stunden einmal um die ganze Welt gehen. Ob das was um die Welt geht echt oder fake ist, lässt sich oft direkt nicht erkennen, erst wenn man recherchiert, aber dafür haben viele Menschen natürlich keine Zeit oder auch keine Lust darauf. Eine langfristige Karriere mit echten Fans künstlich aufzubauschen in kürzester Zeit ist möglich aber extrem schwierig, weil die Leidenschaft einfach dahinter fehlt und ich denke unterbewusst spürt man das als Musikhörer oder Festival Gast. Den Erfolg der großen Festivals würde ich mir so erklären, dass sie heutzutage ein komplettes Erlebnis bieten, es sind nicht nur ein paar Bühnen die nebeneinander aufgereiht sind, sondern ganze Welten die kreiert werden, es ist Musik und Entertainment in Kombination.

»Sky Falls«, deine aktuelle Single und der KickOff 2019 für alle LOVRA-Fans. Worauf dürfen sich diese noch freuen? Worauf liegt 2019 dein Fokus – Festivals oder Studioarbeit?
Sowohl als auch! Und Ihr könnt euch auf viele neue Singles freuen.

LOVRA, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, ich wünsche dir alles gute für die Zukunft und wir sehen uns im April in Frankfurt! Danke auch und bis April beim WCD, ich freu mich! 🙂

Text: André Hallbauer · Fotos: Christian Hasselbusch

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