INTERVIEW: ALLE FARBEN

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ALLE FARBEN

Der Kreuzberger Frans Zimmer hat Höhen erreicht, von denen andere nur träumen können. Er gehört auf nationaler Ebene zu den erfolgreichsten Produzenten der letzten sechs Jahre. Keine Frage! Kennt ihr ihn! Sein Künstlername: ALLE FARBEN!

„Sticker on my Suitcase“ heißt das neue Album. Auf dem Cover ist sein Koffer mit Stickern, die er aus aller Welt bereits gesammelt hat. Und tatsächlich möchte der Berliner seinen echten Koffer versteigern und das Geld an Kinder spenden, die nicht die Möglichkeit haben selbst zu reisen. Ist das nicht schön ? Hallo Frans, wie geht’s dir? Hey, mir geht´s super! Am 11.10.2019 erschien dein neuer Song zusammen mit Justin Jesso „As Far As Feelings Go“. Wie habt ihr euch beide kennengelernt und wie zufrieden bist du mit der Nummer? Ich bin super happy mit der Single und auch mit der Zusammenarbeit mit Justin Jesso. Er ist ein sehr sympathischer und lustiger Kerl. Persönlich kennengelernt haben wir uns erst beim Video Dreh für „As Far As Feelings Go“. Wir hatten vorher aber schon einigen Kontakt in der Produktionsphase des Songs. Der Song wurde mir als Demo zugeschickt und ich war direkt begeistert von der Energie und seiner mega Stimme.

Auf deinem neuen Album „Sticker on my Suitcase“ heißt das erste Lied „Arrival“ und das zweite „Departure“. Ist dabei ein kleiner Fehler passiert?
Ja, hier ist ein kleiner Fehler passiert. Der erste Song sollte eigentlich Departure sein und der letzte Arrival – ist aber bis jetzt fast niemandem aufgefallen 😀 !

Wie sieht es aus, ist ein weiteres Album in Planung?
Es wird bestimmt in der Zukunft wieder ein Album von mir geben, ja!

Was glaubst du, unterscheiden sich deine Produktionen von deinen Auftritten als DJ?
Meine Produktionen, die ich für den Club und die Live Auftritte mache, sind alle mit etwas mehr Power und etwas mehr „on point“. Generell ist das dann mehr für die großen Shows gedacht und solche Songs sind dann meist einen Ticken energetischer, sodass die Leute mitmachen. Wenn man die Sachen, die ich primär für die Clubs mache, dann zu Hause anhört, würde ich sagen, dass das ganze vielleicht fast ein wenig zu wild ist, zu hart. Daher finde ich es schön, dass ich die Möglichkeit habe die verschiedenen Versionen für die verschiedenen Gelegenheiten zu machen. Ob für Live Auftritt oder eben für zu Hause.

Foto: Jannis Döring

Was macht dich zu einem erfolgreichen Produzenten und DJ?
Ich verfolge einfach meine Musik und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Viele Leute mögen glaube ich, dass ich authentisch bleibe. Dass ich die Musik mache, die ich liebe, und, dass ich genau das mache, was ich liebe. Man sieht das, wenn ich auf der Bühne stehe. Ich lächele, ich lache die ganze Zeit, weil ich so eine Freude dabei habe.

Welche Clubs bzw. DJs, mit denen du zusammengearbeitet hast, sind dir in Erinnerung geblieben und warum?
Es gibt viele Leute mit denen ich zusammengearbeitet habe. Ganz oben würde ich keinen Club und keinen DJ ansetzten sondern meinen Sänger Graham Candy, mit dem ich seit meinem ersten Album zusammenarbeite. „She Moves“ und „Sometimes“ hatte er damals gesungen. Seitdem ist er quasi fester Bestandteil meiner Live-Show. Graham ist einfach geil! Der nimmt die Leute mit, der nimmt mich mit und wir funktionieren zusammen einfach super auf der Bühne.

Foto: Jannis Döring

Was bedeutet professionelles Arbeiten für dich?
Professionelle Arbeit bedeutet für mich zum Punkt zu kommen, ein Ziel zu verfolgen. Professionelle Arbeit kann aber sehr unterschiedlich aussehen. Ich finde auch Spaß kann bei professioneller Arbeit dabei sein oder auch mal andere Wege einzugehen. Ich finde den Begriff schwer zu definieren. Es gibt Sessions, wo man einfach kreativ wird, vielleicht gar nicht zu einem Ende kommt, aber trotzdem etwas mitnimmt. Und dann gibt es Sessions, wo man sich super zielorientiert sagt „Ok, wir haben 4h und in diesen 4h wollen wir das und das fertig kriegen“. Beides kann professionelles Arbeiten bedeuten.

Ich denke wir sind alle dazu verpflichtet, Menschen die Hilfe benötigen zu unterstützen […].

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, engagierst du dich für viele soziale Projekte, wie z.B. mit dem Charity Event „Tanz in den Mai“ dieses Jahres, wo sämtliche Einnahmen an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Berlin gingen. Wie wichtig ist dieser Teil deiner Arbeit und inwieweit spiegelt sich deine soziale Ader in deiner Musik wieder?
Ich denke, wir sind alle dazu verpflichtet, Menschen die Hilfe benötigen zu unterstützen – egal ob jemand in der Öffentlichkeit steht oder nicht. Wir Künstler haben den großen Vorteil, dass wir das nach außen hin transportieren und viele Menschen davon überzeugen können, etwas Gutes zu tun! Wenn man die Möglichkeit hat etwas zu bewegen, dann sollte man diese auch nutzen! Ich habe gerade auch einen Remix fertig gestellt, der für einen Charity Song veröffentlicht wird!

Du hast auf sehr vielen Festivals in diesem Jahr aufgelegt. Welches Festival war das Beste in diesem Jahr und warum?
Es gab sehr viele tolle Festivals dieses Jahr. Um da mal eins hervorzuheben wäre es das Zürich Open Air. Dort habe ich „nur“ auf der Second Main Stage gespielt und es war trotzdem einer der besten Auftritte. Es war wirklich von der ersten bis zur letzten Reihe jeder dabei. Selbst die Leute hinten am FoH, also da wo Licht und Ton gemacht wird, haben gesagt: „Wahnsinn!“. Das haben sie so auch noch nicht erlebt, dass die Leute bei ihnen springen und mitsingen. Meistens sind da die Leute, die eben zugucken.

Foto: Barbara Hallbauer

Was sind deine Hoffnungen und Wünsche für 2020?
Ich wünsche mir für das Neue Jahr vor Allem Gesundheit und Durchhaltevermögen – es soll genau so weiter gehen, wie die letzten Jahre und ich bin unglaublich dankbar für das was gerade alles passiert! Ich hoffe ich lerne viele neue tolle Künstler kennen, mit denen ich auch zusammenarbeiten kann und sehe ganz viele Menschen auf meinen Shows!

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Text: Izabela Chojnowska Fotos: Jannis Döring, Barbara Hallbauer, Marco Justus Schöler

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