Der BVD e.V. beim 12. DJ & Muggertreffen in Leipzig
Am Montag, den 04. Mai 2026, fand in Leipzig das 12. DJ & Muggertreffen statt. Das Treffen gilt längst als Institution der DJ, Musiker und Veranstaltungsbranche in Leipzig und bringt regelmäßig DJs, Musiker, Veranstalter, Technikpartner und weitere Branchenakteure zum persönlichen Austausch zusammen. Auch der BVD e.V. war als Unterstützer und langjähriger Partner vor Ort präsent.
Trotz der schwierigen Situation in der Stadt und zahlreicher kurzfristiger Absagen konnte die Veranstaltung mit mehr als 125 Gästen vor Ort erfolgreich durchgeführt werden. Normalerweise bewegt sich die Gästezahl bei diesem Format im Bereich von etwa 150 Personen. Angesichts der Umstände war die Beteiligung dennoch sehr stark und zeigte, wie groß das Interesse am persönlichen Austausch innerhalb der Szene weiterhin ist.
Der BVD e.V. war mit einem eigenen Anlaufpunkt vertreten. Silvio Mey und Udo Bohla übernahmen die Standbetreuung und standen den Gästen für Gespräche, Fragen und den persönlichen Austausch zur Verfügung. Damit war der Verband sichtbar und direkt ansprechbar präsent. Genau dieser persönliche Kontakt ist ein wichtiger Bestandteil solcher Veranstaltungen: zuhören, vernetzen, informieren und gemeinsam über aktuelle Entwicklungen der Branche sprechen.
Ein weiterer Programmpunkt war eine kleine Vorführung von Allen & Heath im Foyer. Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch das Gesprächspanel, an dem unter anderem Dirk Wöhler, Präsident des BVD e.V., beteiligt war. Thematisch ging es um eine der zentralen Fragen der aktuellen Veranstaltungs und Clubkultur: Clubsterben in Deutschland, Wege aus der Krise und die Rolle von künstlicher Intelligenz.
Zum Einstieg wurde Philip Mertens von Leipzig Beatzz vorgestellt. Er ist nicht nur als Techno DJ aktiv, sondern betreibt mit seiner Marke Leipzig Beatzz unter anderem einen eigenen Medienkanal und organisiert Musikreisen und Events. Auch seine Erfahrungen flossen anschließend in die Paneldiskussion ein.
Neben Dirk nahmen auch Andreas Ruhmer von event ruhmer sowie Philip Mertens am Gespräch teil. Andreas Ruhmer brachte dabei seine intensive Beschäftigung mit künstlicher Intelligenz ein. Diskutiert wurde, wo KI DJs, Musiker und Veranstalter entlasten kann, welche Chancen sich daraus ergeben, aber auch, wo Risiken und Fehlentwicklungen liegen können. Die Debatte machte deutlich: KI ist weder reine Bedrohung noch einfache Lösung, sondern ein Werkzeug, dessen sinnvoller Einsatz bewusst gestaltet werden muss.
Moderiert wurde das Panel von Roman Knoblauch von Radio Leipzig gemeinsam mit dem Gastgeber Andy Greifeld. Über fast eine Stunde hinweg entwickelte sich ein lebendiger Austausch über Clubkultur, wirtschaftliche Herausforderungen, neue Technologien und mögliche Wege, wie sich die Szene zukunftsfähig aufstellen kann.
Zwischen den Programmpunkten blieb bewusst viel Raum für Gespräche und Networking. Genau dieser offene Austausch machte den Abend besonders wertvoll. DJs, Musiker, Veranstalter, Partner und Branchenakteure nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu vertiefen, neue Gespräche zu beginnen und Erfahrungen miteinander zu teilen.
Zum Abschluss wurde DJ Mario Bartel aus Leipzig für sein Lebenswerk geehrt. Damit erhielt ein langjährig aktiver DJ der Leipziger Szene eine besondere Anerkennung für sein Wirken und seine Verdienste.
Aus Respekt vor den Opfern der tragischen Ereignisse in Leipzig wurde auf das ursprünglich geplante musikalische DJ Lounge Vinyl Set von DJ D Boy verzichtet. Der Abend blieb dadurch bewusst zurückhaltender, ohne seinen eigentlichen Charakter zu verlieren: ein starkes Treffen der Szene, geprägt von Respekt, Austausch und Zusammenhalt.
Fazit:
Trotz außergewöhnlicher Umstände war das 12. DJ & Muggertreffen in Leipzig ein gelungenes Zeichen für die Stärke der regionalen DJ, Musiker und Eventbranche. Der BVD e.V. konnte vor Ort sichtbar Präsenz zeigen, wichtige Gespräche führen und gemeinsam mit Partnern und Gästen zentrale Zukunftsthemen der Branche diskutieren.
Fotos: Andy Greifeld









