inMusic übernimmt Native Instruments

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inMusic übernimmt Native Instruments: Zwei Schwergewichte der Musiktechnologie rücken zusammen

Eine der wichtigsten Branchenmeldungen des Jahres kommt aus Berlin: inMusic und Native Instruments haben bekannt gegeben, dass inMusic eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Native Instruments unterzeichnet hat. Damit rücken zwei der einflussreichsten Unternehmen der Musiktechnologie enger zusammen.

Die Nachricht ist auch deshalb bemerkenswert, weil Native Instruments Anfang 2026 in ein Restrukturierungsverfahren geraten war. Laut öffentlich zugänglichen Unterlagen des Amtsgerichts Charlottenburg wurden Ende Januar 2026 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für verschiedene Gesellschaften der Native Instruments Gruppe gestellt. Im März 2026 bestätigte CEO Nick Williams, dass mehrere deutsche Einheiten im Rahmen des Restrukturierungsprozesses vom vorläufigen in ein formales Insolvenzverfahren übergehen sollten. Der Geschäftsbetrieb lief nach Unternehmensangaben währenddessen weiter. (heise online)

Starke Marken unter einem Dach

Native Instruments gehört zu den bekanntesten Namen im Bereich Musiksoftware und DJ Technologie. Das Berliner Unternehmen steht unter anderem hinter Kontakt, einer der weltweit führenden Sampler Plattformen, sowie Traktor, einer etablierten DJ Software für professionelle Anwender. Zum Portfolio gehören außerdem iZotope, Plugin Allianceund Brainworx, die im Bereich Mixing, Mastering und Audio Produktion eine wichtige Rolle spielen.

inMusic wiederum vereint zahlreiche Hardware Marken, die in der DJ und Musikszene seit Jahren fest verankert sind. Dazu zählen unter anderem Denon DJ, Rane, Numark, Akai Professional, M Audio, Alesis und Moog Music. Das Unternehmen wurde 1992 gegründet und zählt heute zu den großen Akteuren im Bereich DJ Equipment, Controller, Produktionshardware und Musikinstrumente.

Bestehende Partnerschaft wird ausgebaut

Die Übernahme baut auf einer bereits bestehenden Zusammenarbeit auf. Im Jahr 2025 hatten inMusic und Native Instruments eine Partnerschaft angekündigt, die unter anderem NKS Integration für Controller von Akai Professional und M Audio sowie Native Instruments Sounds auf der MPC Standalone Plattform möglich machte.

Diese Verbindung aus Hardware Kompetenz und Software Know how dürfte nun deutlich enger werden. inMusic CEO Jack O’Donnell betont in der Mitteilung, dass beide Unternehmen ein gemeinsames Ziel verfolgen: bessere Werkzeuge für Kreative zu entwickeln und bestehende Plattformen stärker miteinander zu verbinden.

Auch Nick Williams, CEO von Native Instruments, spricht von einem neuen Kapitel für Native Instruments und die Community, die das Unternehmen über viele Jahre begleitet hat.

Was bedeutet das für DJs?

Für die DJ Szene ist vor allem die Zukunft von Traktor interessant. Native Instruments hat mit Traktor über viele Jahre eine feste Position im professionellen DJ Markt aufgebaut. Gleichzeitig gehören mit Denon DJ, Rane und Numarkmehrere wichtige DJ Hardware Marken bereits zum inMusic Portfolio.

Dadurch entstehen neue Möglichkeiten: Eine engere Verzahnung von Traktor mit Hardware aus dem inMusic Umfeld wäre naheliegend. Auch für Controller, Standalone Systeme, Performance Tools und Software Workflows könnten sich mittelfristig neue Impulse ergeben.

Wichtig ist dabei: Laut Mitteilung läuft der Geschäftsbetrieb bei Native Instruments zunächst normal weiter. Produkte, Plattformen, Services und Kundensupport bleiben vollständig verfügbar. Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen.

Chancen für Produzenten und Musiker

Auch für Produzenten könnte die Übernahme weitreichende Folgen haben. Native Instruments bringt mit Kontakt, Komplete, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx ein starkes Software Ökosystem mit. inMusic verfügt gleichzeitig über Hardware Marken wie Akai Professional, M Audio und Moog Music.

Die Verbindung könnte künftig zu stärker integrierten Produktionsumgebungen führen, in denen Controller, Sampler, Synthesizer, Software Instrumente, Effekte und Mastering Tools enger zusammenarbeiten.

Fazit

Die geplante Übernahme von Native Instruments durch inMusic ist ein bedeutender Schritt in der Musiktechnologie Branche. Nach den Insolvenz und Restrukturierungsnachrichten der vergangenen Monate wirkt die Einigung zugleich wie ein mögliches Stabilisierungssignal für Anwender, Partner und die Community.

Kurzfristig soll laut Unternehmen alles wie gewohnt verfügbar bleiben. Langfristig könnte die Verbindung neue Standards für DJing, Musikproduktion und kreative Workflows setzen. Besonders spannend wird sein, welche Rolle Traktor künftig innerhalb eines Portfolios spielt, zu dem bereits starke DJ Marken wie Denon DJ, Rane und Numark gehören.

Quellen: Pressemitteilung von inMusic und Native Instruments, Mai 2026; heise online; Native Instruments Blog.

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